Die Geheimnisse eines beeindruckenden Freelancer-Profils

    Die Geheimnisse eines beeindruckenden Freelancer-Profils

Mir geht es heute um Ihr Profil, den Umgang mit Ihren Geschäftspartnern, Ihr Lächeln und Ihren beruflichen Erfolg. Das ist ganz schön nett, oder?!? Klar, ist es das. Allerdings auch ganz schön egoistisch von mir.

Wenn Ihr Profil passt, dann haben wir es alle leichter. Je aktueller Sie Ihre Daten halten und spezifischer Sie unterwegs sind, desto schneller kommen wir in die Interviewsituation, haben eine Hand am Cup und können den Kunden von uns überzeugen. Bis dahin gibt es aber einiges zu beachten.

Hallo, wer ist denn da?

Schön ist es, wenn Sie Ihre und wir unsere Pappenheimer kennen. Also, werfen Sie nicht ziellos Ihr Profil irgendwelchen Profilgeiern über den Zaun. Sprechen Sie mit ihnen. Sie müssen ja nicht mit allen 868 Freelanceagenturen sprechen, sondern nur mit denen, die Ihnen besonders sympathisch, kompetent und freundlich herüberkommen oder die ihnen empfohlen wurden. Vielleicht kennen Sie auch jemanden, der die wiederum kennt.

Vollkommen egal. Aber bevor Sie an einen 200 Empfänger großen Verteiler vollkommen anonym ihre Bewerbung verschicken, schauen Sie doch mal genauer hin.

Am besten reden Sie nur mit uns :-)

Nein, Spaß beiseite. Reden sollten Sie mit einigen. Aber nur denen, die vertrauensvoll agieren und Ihnen ein Gefühl des Vertrauens vermitteln können.

Vielleicht gibt es ja Unternehmen, die sich Ihrem Skill entsprechend spezialisiert haben oder die – wie die COM Software GmbH – als Hybrid-Dienstleister, eben auch als erfolgreicher Projektvermittler, unterwegs sind. Die haben dann zu speziellen Themen spezielle Kunden, da sie ja auch ihre eigenen Mitarbeiter platzieren müssen.

Da ist man dann mitunter vielleicht etwas besser aufgehoben, als bei einem Unternehmen die alles anbieten. Wer will denn undifferenziert behandelt werden???

Ich jedenfalls nicht.

Wer schreibt, der bleibt

Zugegebenermaßen nicht jedermanns Lieblingsthema. Keine Zeit, keine Lust, es ist Fußballzeit, was auch immer. Es gibt 1001 Grund, warum man sein Profil nicht pflegen möchte. Es verhält sich wie mit einer Steuererklärung. Nachher fühlt man sich immer besser.

Von daher: Bleiben Sie dran!

Setzen Sie sich halbjährliche Aufgaben in Outlook oder was Sie so nutzen. Dann wächst Ihr Profil von ganz alleine!

Schön sind die Profile, die jahrelang liegen blieben und dann versucht der Consultant krampfhaft etwas Content zu entwickeln, ohne die Jahre durcheinander zu wirbeln.

Liest sich immer T O T A L S U P E R. Meist wenige Zeilen, mitunter austauschbar und generisch geschrieben. Eins ist sicher: So wird das nix!

Stellen Sie Sich vor, dass Ihr gegenüber am Tag 100-200 Profile sichtet. Entschuldigen Sie bitte, dass wir da keine hellseherischen Fähigkeiten entwickeln und die Dinge nicht so interpretieren, wie Sie das gerne haben möchten.

Aber wir versuchen uns in die Kundensituation hineinzuversetzen. Da muss einem schon das Profil regelrecht anspringen. Wenn man darüber sitzt und irgendein Bauchgefühl entwickeln muss, läuft schon was verkehrt! Es soll wirklich schon einmal vorgekommen sein, dass ein Kunde das Profil nur überflogen ist. Skandalös, ich weiß. Ist aber leider nicht zu ändern. Versuchen wir also dem potentiellen Kunden unseren Freiberufler - Lebenslauf so aktuell und professionell wie möglich zu präsentieren.

Warum sind gerade Sie der geeignete Freiberufler für ein bestimmtes Projekt?

Wir lieben es, nein wir feiern es, wenn wir eine Bewerbung erhalten, wo wir mit dem Profil eine Art Summary erhalten, warum gerade Sie für den Job der Beste sind.

Auch hier steht es Ihnen frei, dass in der Form zu verfassen, die Ihnen recht ist. Aber, wenn Sie sich hier ein wenig Zeit für nehmen, ist die gut investiert. Stellen Sie in ein paar wenigen Sätzen ein Bezug zwischen der Aufgabe und Ihrem Profil her. Erklären, Sie was Sie für die Aufgabe qualifiziert, senden Sie Appetizer, die jemanden dazu animieren, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mit Ihnen sprechen zu wollen.

Wir haben solche Statements gerne in das Profil integriert. Wir teasern Ihr Profil sowieso an, aber wenn da noch zusätzlicher Content vorhanden ist, schadet das in den seltensten Fällen.

3 Zeilen vs. Skillcollector.de?

Es gibt ja da die unterschiedlichsten Ausprägungen an Profilen. Da gibt es die akribischen Profilausfüller, die noch die Uhrzeit dazu schreiben, wann sie ein Projekt begonnen und wann sie es beendet haben.

Dann gibt es die Knauserer. Die schreiben eigentlich gar nix auf oder in ihr Profil. Dieser Typ ist 3 Jahre im Projekt und schreibt zwei Zeilen dazu. Was es auch immer mal wieder gibt, sind die Herrschaften, die an einem Fachbuch mit den neuesten Java-Technologien vorbeilaufen oder es auf die Wunschliste stellen und sofort diesen „Hot-Skill“ in ihrem Profil vermerken.

Das sind uns sowieso die Liebsten. Die kommen bei jeder Suche, egal für was, hoch. Die können einfach alles. Stellen Sie sich vor, Sie würden an unserer Stelle sitzen und diese unterschiedlichen Spezies gegenüberstehen?

Was würden Sie tun? Ich bin ehrlich. Ich klicke weiter und Sie fallen – zumindest bei den letzten beiden Ausprägungen – leichter durch´s Raster als der erste Kollege. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Bleiben Sie bei Wahrheit (Sie erinnern Sich?) und verweisen Sie nicht ins Land der Dichtung. Es kommt sowieso raus.

Was Sie nicht schreiben, kann ich nicht wissen!

Warum arbeitet er wohl immer nur zwei Monate in einem Projekt? Hmm, eigentlich sind die Themen spannend! Liest sich gut!

Ich weiß nicht, wie oft ich schon so vor dem Bildschirm saß?!?

Da hat man ein Profil vor Augen und wundert sich, warum der Berater so kurze Laufzeiten hatte. Aber alle im Telco-Bereich. Was soll ich tun? Kaffeesatz lesen? In die Glaskugel schauen?

Dass die Projekte allesamt in einem Haus, über einen längeren Zeitraum hinweg, waren und das Sie nach einer größeren Pause wieder zurückgeholt wurden, sollte für uns sofort ersichtlich sein.

Denn das ist ein Asset/Pfund, mit dem Sie wuchern sollten!!!

Berater, die einen guten Job machen und von Ihren Kunden zurückgeholt werden, sind beliebt und zeigen, dass man auch in schwierigen Situationen mit Ihnen rechnen kann. Wenn Sie da Geheimniskrämerei betreiben, die vielleicht nicht notwendig ist, berauben Sie Sich eines Vorteils, der ggf. den Unterschied machen kann.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte?

Wie langweilig ist denn der Satz? Aber wie wahr ist der heute noch? Was haben wir denn da schon alles gesehen. Vaddi vor der Blümchentapete! Der Hansi mit Sonnenbrille und Käppi auf der Brücke. Das Low Key Portrait, bei dem man gar nichts erkennt. Der klassische Griff zum Kinn (weil es ansonsten herunterfällt?)

Wenn Sie niemanden haben, der ein gescheites Foto von Ihnen macht, dann nehmen Sie ein paar Euro in die Hand und gehen bitte zum Fotografen. Nichts ist schlimmer, als ein schlechtes Foto. Denn das Foto muss nicht positiv von Ihnen reden, es kann es aber für Sie tun.

Und, wenn Sie nicht wissen, wo Sie hingehen sollen, dann rufen Sie mich an. Das Geld nehme ich gerne noch mit.

1,5 MB

Um Gottes Willen! Bitte tun Sie meinem Postfach und meiner Kollegin von der Datenbankpflege einen gefallen und bombardieren Sie uns nicht mit 20 Jahren Berufserfahrung, aufgesplittet in 105 Einzelprojekte, bei dem Sie irgendwann einmal Windows98 eingeführt haben.

Die letzten 10 Jahre reichen wirklich.

Wer mehr wissen will, darf es gerne anfragen.

Wenn Sie allerdings sich auf ein Projekt bewerben, weil Sie einen inneren Zwang verspüren, das letzte weltweit verfügbare Fortran-Projekt umzusetzen, dann halten Sie die Extended Version auch immer schön vor. Wer weiß, für was es gut ist!?!

Weshalb die Pflege Ihres Profils so wichtig ist: Auf Ihrem Kietz sind Sie der Größte, zwei Orte weiter kennt Sie kein Mensch mehr

Stellen Sie sich mal vor: Sie waren jetzt 3 Jahre in ihrem letzten Projekt. Zu Ihrem Provider haben Sie einen richtig guten Draht aufgebaut. Jeder, aber auch wirklich jeder war/ist mit Ihnen zufrieden. Man hat stellenweise den Eindruck, Sie könnten über Wasser laufen.

Ihr Projektleiter ist happy, dass Sie bei ihm im Team waren und wird nicht müde, immer wieder zu betonen, dass Sie vollkommen schmerzresistent sind beim Herausholen der heißen Kohlen aus dem Feuer.

Mitarbeiter aus anderen Standorten stehen morgens um 8.00 Uhr Schlange, damit Sie sehen können, wie Sie den Start in den Tag hinbekommen und wollen von Ihnen Tipps und Tricks zu diesem und jenem. Sie waren der Guru, der Keyplayer, der Mastermind, der das Projekt so richtig nach vorne brachte.

An das jetzige Projekt sind auch gekommen, weil der alte Projektleiter den aktuellen auf einer Tagung kennengelernt hat und sie quasi in das Projekt hineinempfohlen hat. Jeder wollte Sie, einer hat Sie bekommen.

Nun hat Ihr aktueller Projektleiter plötzlich ein Riesenproblem.

Die Themen gehen genauso aus wie das Budget und er muss sich schweren Herzens von Ihnen trennen. Mit feuchten Augen wurden Sie aus dem Projekt verabschiedet und man hat sich ewige Treue geschworen. Leider kann man sich dafür nix kaufen.

Dummerweise läuft ohne Kohle halt nix in dem Business, was aber nicht weiter tragisch ist, da Sie ja nun 6 Jahre non-stop im Projekt waren, Weihnachten vor der Tür steht und Sie ein bisschen verschnaufen können.

Soweit so gut!

Heute Morgen war aber etwas anders. Sie werden langsam unruhig und wollen wieder raus auf die Straße. Ein Rennpferd will ja auch nicht den ganzen Tag auf der Koppel stehen.

Sie schauen Sich auf dem Markt um und stoßen auf die Projektanzeige des Providers Ihres Vertrauens, die so etwas von 100%tig auf Ihren Skill passt. Schließlich war das alles über die letzten Jahre in Ihrem verantwortungsbereich. Zudem gibt „Ihr“ alter Accountmanager dem neuen Accountmanager (anderer Bereich) einen Tipp und die Welt scheint in Ordnung. Sie haben ja schließlich über mehrere Jahre gut, vertrauensvoll und erfolgreich Projekte gestemmt.

Und dann passiert etwas, was Sie vielleicht überhaupt nicht nachvollziehen können: Der Recruiter kritisiert an Ihrem Profil herum und vertritt die These, dass Sie nicht auf die Anfrage passen.

Für Ihr Dafürhalten gilt das schon als Majestätsbeleidigung. Kann das sein? Was erlauben sich Recruiter, würde Trappatoni sagen. Wie kommen die denn darauf? Können die das einschätzen?

Glauben Sie mir oder lassen Sie es! Wir können das. Wir versuchen, uns jeden Tag  in den Kunden hineinzuversetzen und tun so, als würden wir Ihr Profil das erste Mal sehen. Es ist unser Business und wir tun das, was wir machen schon in Summe über 50 Jahre!

Aber so ist es halt leider. Jeder, auch Ihr alter Accountmanager und erst Recht Ihr Buddy-Projektleiter aus dem alten Projekt nicken heftig mit dem Kopf, wenn sie gefragt werden würden, ob Sie das können oder nicht.

Wir aber leider nicht!

Leider ist was passiert in den letzten Jahren, was nicht hätte passieren müssen. Sie haben vergessen, Ihr Profil auf dem neuesten Stand zu halten. Es steht zwar im Prinzip alles drin, aber leider nur „im Prinzip“.

Der einzige Trost kann sein, dass Sie da nicht der Einzige sind, dem das passiert! Wir lesen das ständig und versuchen mit Ihnen und den anderen darüber zu sprechen!

Wir suchen heute Spezialisten, die nah an das Ideal der Ausschreibung kommen. Das Sie das sind, ist uns klar. Mein Accountmanagerkollege hat mir ja auch eine wertvolle Empfehlung ausgesprochen.

Aber weder ich, noch derjenige (wir reden da für gewöhnlich von der Spezie „Kunde“, der mitunter mehrere Dutzende Angebote sichten muss pro Anfrage), der nun Ihr Profil bewerten soll, kennt Sie und weiß wie gut Sie eigentlich sind, wenn Sie es nicht ihm und uns aufschreiben.

In Ihrem alten Projekt waren Sie der Größte, aber in Ihrem neuen fangen Sie wieder von ganz vorne an! Und das fängt bekanntlich bei einem Profil an.Wer schreibt, der bleibt hat ein weiser Mann einmal geschrieben.

Von daher kann ich nur den Tipp geben: Tue Gutes und schreibe darüber.

Denn dann haben wir alle eine Chance, dass, was Sie über sich selbst am besten wissen, auch nachvollziehen und transportieren zu können.  

Ich hatte es schon einmal angemerkt und betone es erneut: Setzen Sie sich Merker, teilen Sie Ihre Laufzeiten auf und denken Sie heute schon an morgen.

Ansonsten schauen Sie irgendwann einmal nur zurück auf eine undefinierbare Masse an Themen, die Sie dann versuchen zusammen zu fassen. Und das kann gutgehen, muss es aber nicht.

Also: Machen Sie Sich Ihre eigenen Gedanken und schreiben auf, was andere über Sie wissen müssen. Was sind/waren die Highlights? Was sind/waren vergleichbare Themen gewesen, die Sie bedient haben? Reden Sie mit uns. Sprechen hat noch nie geschadet.

 

Zu guter Letzt

Jetzt sind wir schon auf dem Weg echte Buddies zu werden. Wenn Sie jetzt noch einen Verteiler einrichten, der Ihre Fave´s Agenturen mit aktueller Verfügbarkeit, Ihren neuesten Kommunikationskoordinaten und Ihrem aktuellen Profil versorgt, dann haben Sie es geschafft.

Dann bin ich echt total glücklich! Ja, ich glaube, jetzt bekomme ich gerade feuchte Augen!

Und, wenn Sie das halbwegs beherzigen, bekommen wir die erste Hand an den CUP! Was mit der zweiten passiert, habe ich in einem anderen Beitrag behandelt.

 

Bei Fragen einfach fragen: thorsten.kania(at)com-software.de  oder +49 6196 49 666 20

Bleiben Sie frisch!

Viel Erfolg und vor allen Dingen Spaß bei der Erstellung Ihres Profils wünscht Ihnen Ihr Thorsten Kania

 

P.S. Wenn Sie mal unsere Meinung zu Ihrem Profil hören wollen, dann schicken Sie es uns doch einfach zum CVCheck (was für eine sensationelle Wortschöpfung, wir können es auch kostenlose Profiloptimierung nennen)? Wir schauen da gerne mal rein. Wenn wir dann auch noch Ihre Verfügbarkeit und Ihren Stundensatz erfahren, haben wir vielleicht auch gleich einige interessante Projektangebote für Sie. Die echten Profis erreichen Sie unter recruiting(at)com-software.de