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BPMCon 2017 – Berlin

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Am 22.09.2017 wurde die BPMCon 2017 der Camunda services GmbH in Berlin abgehalten. Natürlich mischten sich auch die Kollegen der COM Software GmbH unter die Besucher. Neben einer sehr schönen Location direkt an der Spree und bei gutem Essen, gab es zahlreiche interessante Vorträge. Zwei der vorgetragenen Themen der Veranstaltung waren „BPM in Zeiten der Digitalisierung“ und „Neue Zeiten verlangen neue Paradigmen“. Hier hat man einiges über die nahe Zukunft von BPM und den Einsatz von Microservices erfahren. Einige der interessantesten Punkte sind hier zusammengetragen:

  • In letzter Zeit liest und hört man oft, dass BPM(N) sowie XLM veraltet sind und man mit neuen Technologien viel mehr und schneller seine Ziele erreicht. Doch besitzt BPM eine Ausgewogenheit in einem Dreieck aus „allgemein breite Verteilung, Verständlichkeit und technologische Nutzbarkeit“. In einem der Punkte mögen neue Technologie wesentlich besser sein, dafür weisen sie aber in den beiden anderen Bereichen keine ausreichende Stärke auf, um auf dem Markt zu bestehen. Ähnlich zu Cobol 1950 werden diese beiden Themen auch in 20 Jahren noch ihre Daseinsberechtigung haben.
  • Aufgrund des großen Drangs mithilfe von BPM viele Geschäftsprozesse zu automatisieren entsteht aufgrund des Wegfalls von vielen Arbeitsplätzen eine soziale Verantwortung. Jedoch entfallen diese Plätze nicht sondern verschieben sich in einen anderen Bereich, so in der Autoindustrie. Dort werden weniger Arbeiter für die Produktion benötigt, aber wesentlich mehr Arbeitskraft im IT-Bereich.
  • Nach der geordneten Orchestration innerhalb des SOA-Paradigmas, stellt man nun fest, dass die Dump pipes und Microservices das Pendel zu stark in die andere Richtung haben schwingen lassen. Hier wurde mit der distributed orchestration ein Mittelweg vorgeschlagen. Ein praktisches Beispiel hat man dazu allerdings nicht gegeben.
  • In einem Vortrag wurden zwei Bücher von Yuval Noah Harari kurz vorgestellt, Sapiens und Homo Deus (Sapiens showed us where we came from. Homo Deus shows us where we’re going.) „Wieso wir da sind, wo wir heute stehen“ und „Wo wir in Zunkunft (der Digitalisierung) hingehen werden“.

Die Vorträge über die Neuheiten und Neuerungen bei Camunda brachten wenig Unerwartetes zu Tage. Ob die neue Process-Engine Zebee, mit dem performanten Einsatz von Mircoservices von sich reden macht, sollte sich in naher Zukunft zeigen. Bei den Vorträgen der Erfolgsgeschichten von Camunda Produkten stach nichts explizit hervor, dennoch bekam man gute Einblicke zu den unterschiedlichen Einsatzbranchen. Kunden hatten auch kleine Stände, an denen man sich weiter zu den vorgetragenen Projekten informieren konnte. Größter Andrang herrschte am Stand der Camunda selbst. Hier konnte man via VR-Brille in die 3D-Welt eines Tokens eintauchen und versuchen, in bester Virtual Reality-Manier, erfolgreich durch den Prozess zu laufen. Ziel dabei war es, nicht zu viele Schleifen in den Gateways zu drehen, bevor man das Ende erreicht.

Insgesamt war der BPMCon 2017 eine interessante und mit circa 300 Besuchern gut besuchte Veranstaltung. Die gute Organisation bot sogar eine BPMCon App an, mit einer Liste der Teilnehmer und der Option Fragen zu Vorträgen zu stellen. So hatte man in den Pausen genügend Themen und Kontakte zum Networking. Die Vorträge ließen über den Tellerrand von Entwicklung und Produktivität der heutigen digitalen Zeit schauen, genug Gedankenstoff für die Heimfahrt.